Na dann lasse ich die Saison doch auch einmal Revue passieren:
Für uns Worpsweder wird diese Saison durchweg positiv in Erinnerung bleiben! Nachdem wir vor zwei Jahren als punktgleicher Zweiter in der Relegation gescheitert waren und letztes Jahr als Tabellenführer den Aufstieg an nur einem Wochenende verspielten (zwei Niederlagen in Folge) um schließlich die Saison als Dritter abzuschließen, war unser Ziel vor der Saison natürlich wieder der Aufstieg. Allerdings war uns bewusst, dass diese Aufgabe erneut brutal schwer werden würde. Sowohl Posthausen (Schlüter) als auch Falkenberg (Drechshage) hatten sich jeweils fürs obere Paarkreuz verstärkt. Zudem kamen mit Stendorf und Hutbergen zwei bärenstarke Aufsteiger in die Liga, die ebenfalls mit diversen Neuzugängen (Stendorf hatte mit Haumersen und Thomas ein neues oberes Paarkreuz und Hutbergen holte mit Oestmann, Blume und Wigger gleich drei neue Spieler) an den Start gingen. Auch wir konnten mit Lutz Hausmann einen Neuzugang verbuchen, der am Ende Gold wert sein sollte. Zudem kam Joscha nach starker Leistung in der zweiten Mannschaft wieder in die erste. Somit wussten wir, dass wir eine gute Truppe beisammen hatten, konnten aber aufgrund der starken Konkurrenz nicht einschätzen, auf welchem Platz wir am Ende landen würden.
Bei den Aufstellungen zur Hin- und Rückrunde wagten wir einige Experimente, die sich jeweils absolut positiv auswirken sollten. Zunächst entschieden wir uns (insbesondere auf Wunsch von Michi und Lutz), Malte und mich nach oben zu stellen und dafür Michi und Lutz in die Mitte. Bei Malte und mir lief es überraschend gut. Dass wir am Ende mit einer Bilanz von 44:24 im oberen Paarkreuz abschließen würden, damit hätte wohl kaum jemand (uns beide eingeschlossen

) gerechnet. Michi erwies sich als genau das, was wir uns erhofft hatten... als extrem sichere Bank in der Mitte mit einer Gesamtbilanz von 18:7

. Da Lutz in der Hinrunde eine längere Schwächephase durchlebte und Joscha unten überragend spielte, wagten wir zur Rückrunde das nächste Experiment und die beiden tauschten die Plätze. Joscha fing sich nach einem etwas holprigen Rückrundenstart und Lutz avancierte zur absoluten Bank, sodass beide die Saison mit positiven Gesamtbilanzen von 16:11 (Joscha) und 17:9 (Lutz) abschlossen. Paul spielte in der Hinrunde ein souveränes 7:4 im unteren Paarkreuz. In der Rückrunde hatte er eine Schwächephase von drei Niederlagen in Folge, kam dann aber umso stärker zurück und schloss die Rückrunde mit 7:3 ab. In einigen Spielen brauchten wir Ersatzspieler. Glücklicherweise konnten wir jeweils auf Spieler unserer zweiten Herren zurückgreifen, die in dieser Saison souverän als Meister den Aufstieg in die 1. Bezirksklasse klarmachten. Sowohl Thomas (3:1) als auch Julian (2:1) und Becker (2:1) holten wichtige Punkte für uns

. Ein weiterer sehr wichtiger Faktor war die Doppelaufstellung. Nach durchwachsenem Beginn stellten wir die Doppel um und fanden mit Lutz und mir (14:4), Malte und Joscha (8:8) sowie Michi und Paul (10:0) eine Konstellation, die sehr gut funktionierte. Insgesamt sind wir sowohl mit dem Einzel- als auch mit dem Doppelergebnis der gesamten Mannschaft mehr als zufrieden!
Die Saison verlief vom Anfang bis zum Ende sehr spannend. Nach gutem Start und zwei recht deutlichen Siegen in Ritterhude und Uesen gewannen wir den ersten Krimi gegen Falkenberg in eigener Halle mit 9:6 nach Rückständen von 0:3 und 3:6. Den ersten Dämpfer erhielten wir bei der 9:6-Niederlage in Posthausen. Danach folgten ein knapper Sieg in Hambergen und zwei deutlichere in Oyten und gegen Hutbergen. Beim Spiel um die Herbstmeisterschaft in Stendorf zogen wir klar mit 9:4 den Kürzeren, machten aber einen Tag später mit einem 9:1 gegen Emtinghausen den zweiten Platz zum Hinrundenende klar. Im Laufe der Hinrunde hatte sich Posthausen überraschend aus dem Kreis der Aufstiegskandidaten verabschiedet und schaute eher nach unten als nach oben. Hutbergen hatte zwar gegen Herbstmeister Stendorf gewonnen, dafür aber beispielsweise gegen Oyten überraschend verloren und stand auf dem vierten Platz. Falkenberg hatte zwar nur ein Spiel verloren, dafür aber dreimal die Punkte geteilt. Der Tabellenstand mit je einem Punkt zwischen Stendorf (15:3), uns (14:4) und Falkenberg (13:5) sowie zusätzlich der Wundertüte Hutbergen (10:8), die zur Rückrunde mit Uhlig den nächsten Neuzugang vermelden konnte, versprach eine andauernde Hochspannung für die Rückrunde. In diese starteten wir mit drei Heimsiegen gegen Hambergen, Posthausen und Oyten. Zu diesem Zeitpunkt übernahmen wir die Tabellenführung, da Stendorf gegen Falkenberg verloren und gegen Posthausen nur einen Punkt geholt hatte. Zudem hatte Falkenberg in Posthausen verloren und gegen Hutbergen 8:8 gespielt. Dann kam es zum ersten Knackpunktspiel in Falkenberg, bei dem Lutz von Thomas hervorragend vertreten wurde. Wir pokerten bei der Doppelaufstellung, um gut ins Spiel zu starten, was uns auch gelang. Nach 2:6 und 4:7 für uns drohte das Spiel zu kippen, ehe Thomas für den achten sowie Malte und Joscha für den sensationellen neunten Punkt sorgten. Durch diesen Sieg hatten wir uns den zweiten Platz so gut wie gesichert und uns sogar in eine gute Ausgangsposition zum Erreichen der Meisterschaft gebracht. Wir führten die Tabelle mit vier Minuspunkten an vor Stendorf mit sechs sowie Hutbergen mit neun und Falkenberg mit zehn Minuspunkten. Drei Wochen vor dem entscheidenden Spiel gegen Stendorf siegten wir gegen Ritterhude. Am gleichen Wochenende empfing Stendorf aber erst noch einmal Hutbergen. Bei diesem Aufeinandertreffen hofften wir natürlich, dass Hutbergen erneut punkten würde, als wir aber die Nachricht mit dem Endergebnis von 1:9 (

) für Hutbergen erhielten, wollten wir diese zunächst gar nicht glauben

. Nun waren wir plötzlich vier Punkte vorn und hätten uns sogar noch einen Ausrutscher erlauben können. In den verbleibenden Wochen bis zum Heimspiel gegen Stendorf stellten wir die beklopptesten Rechnungen auf, denn wir hatten einen Riesenrespekt vor dem Restprogramm (insbesondere vor den Spielen gegen Stendorf und in Hutbergen). Zudem "drohte" Michi an, dass er nach dem Spiel gegen Stendorf zuviel auf dem Zettel haben würde, um bei den restlichen Tischtennispartien dabei sein zu können. Am Tag des Knackpunktspiels war uns dann allen klar, dass wir dieses Match unbedingt gewinnen wollen, um a) gar nicht mehr rechnen zu müssen und b) unsere makellose Heimbilanz aufrecht zu erhalten. Wir starteten mit 7:2 sehr gut ins Spiel und machten schließlich mit 9:5 den Sack zu und die Meisterschaft (gefühlt) perfekt. Nun hatten wir mit vier Minuspunkten sechs Punkte Vorsprung vor Stendorf und Falkenberg, zwischen denen lediglich einige Einzelpunkte lagen, die schließlich über den zweiten Platz entscheiden sollten. Wir brauchten nun aus den verbleibenden Spielen gegen Uesen sowie in Hutbergen und Emtinghausen noch einen einzigen Punkt um die Meisterschaft klarzumachen. Mit tatkräftiger Unterstützung aus der 2. Herrenmannschaft siegten wir mit 9:3 gegen Uesen, holten am Folgetag einen Punkt in Hutbergen und schlossen die Saison mit einem 1:9-Sieg in Emtinghausen ab.
Insgesamt wird dieses Jahr uns logischerweise sehr positiv in Erinnerung bleiben. Wir wurden mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung am Ende (ich denke verdientermaßen) Meister. Wir hatten viele spannende Aufeinandertreffen und (fast) durchweg sympathische Gegner, mit denen auch die Fachsimpeleien nach den Spielen großen Spaß gemacht haben. Erwartungsgemäß gehörten Stendorf, Falkenberg und wir zu den Mannschaften, die um den Aufstieg spielten. Dabei konnten wir letztlich den ersten Platz mit 31:5 Punkten ergattern, weil wir keine Punkte gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel abgaben, zu Hause jedes Spiel gewannen, häufig den besseren Spielstart erwischten und in vielen Spielen das nötige Quäntchen Glück hatten. Stendorf auf dem zweiten und Falkenberg auf dem dritten Platz trennen bei jeweiligem Punktverhältnis von 26:10 letztlich gerade einmal acht Einzelsiege. Hutbergen stellte eine der Wundertüten der Liga dar, die überragende Spiele (wie bei den beiden Siegen gegen Stendorf) zeigte, aber auch überraschend Punkte liegen ließ (wie bei den Niederlagen gegen Oyten und Hambergen). Am Ende steht für sie der vierte Platz mit 20:16 Punkten zu Buche, dicht gefolgt von Ritterhude mit 19:17 Punkten. Die Ritterhuder spielten eine starke Serie jenseits von Ab- und Aufstieg. Einen so deutlichen Klassenerhalt hätte ich vor der Saison nicht erwartet, da die Ritterhuder in den letzten Jahren stets häufig mit Ersatz antraten und sich am Ende jeweils hauchdünn retteten. Diesmal traten sie fast durchgängig mit der Stammbesetzung an, schöpften das dadurch vorhandene Potenzial aus und landeten dort, wo sie mit dieser Mannschaft auch hingehören... im gesicherten Mittelfeld mit leichter Tendenz zum oberen Tabellendrittel. Einen Punkt dahinter landete mit Posthausen die Mannschaft, die aus meiner Sicht am meisten enttäuschte, wenn man bedenkt, dass sie letztes Jahr erst in der Relegation am Aufstieg gescheitert waren und sich nun mit Schlüter auf dem Papier sogar noch verstärkt hatten. Die Posthausener Platzierung zeigt aber, wie stark die Liga war. Nahezu jede Mannschaft konnte gegen nahezu jede andere Mannschaft punkten. Die Posthausener bekamen dies mehrmals zu spüren. Dass sie gegen die Topmannschaften aber häufig besser aussahen, als gegen die vermeintlich leichteren Gegner, zeigt, dass sie normalerweise weiter nach oben gehören könnten. Mit einem Punktverhältnis vom 15:21 belegt Uesen den siebten Platz und sichert sich zumindest den direkten Klassenerhalt. Normalerweise hätte Uesen ebenfalls das Potenzial, nach einer besseren Platzierung zu streben. Wenn man aber bedenkt, dass Topspieler Torsten Schrodt in vielen Spielen ersetzt werden musste, dann ist dies eine ordentliche Leistung. In einem spannenden Finish sicherte sich Hambergen den Relegationsplatz mit 13:23 einen Punkt vor Oyten, die als Neunter in die 2. Bezirksklasse gehen müssen. Beide Mannschaften waren stets für die eine oder andere Überraschung gut und rangen auch den Topmannschaften einige Punkte ab. Den undankbaren letzten Platz belegten die Emtinghausener, die insgesamt zu dünn aufgestellt waren, um in dieser Liga bestehen zu können.
Damit geht ein tolles Jahr in der 1.Bezirksklasse zu Ende und wir freuen uns sehr, endlich den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft zu haben. So, ich würde sagen, das war ein sehr ausführlicher Rückblick auf unsere Saison. Alle Leser aus anderen Vereinen mögen mir bitte den langen Text verzeihen. Ich denke, all meine Mannschaftskameraden werden diesen Bericht gerne lesen und ihn als Grundlage sehen, um sich auch in ein paar Jahren noch an das aus unserer Sicht großartige Jahr zu erinnern!