Und das Team wird völlig zu Unrecht verschwiegen, denn schließlich hat meine als Aufsteiger gestartete Mannschaft einen blitzsauberen Start hingelegt!
Nach den QTTR-Werten der Mannschaftsmeldungen ging ich vor dem ersten Spiel schon davon aus, dass wir zu den Favoriten für die Meisterschaft gehören - eventuell sogar der Favorit sein könnten. Die Meistermannschaft aus der vergangenen Saison (Kreisliga Verden; Julian Wuckert, Paul-Simon Pawlowitz, Lukas Gimpel, Lukas Delventhal) wurde zusätzlich mit Ole Castens vom SC Weser Barme (letzte Saison in der Bezirksklasse) verstärkt, der gerne weiterhin auf Bezirksebene spielen wollte. Mir war klar, dass sowieso nicht immer jeder Zeit hat und so war ich froh über diesen Zugang.
Dass wir bei der Staffelzusammensetzung in die Ost-Staffel (11 Teams, neben uns spielen Tarmstedt, Bremervörde, Holm-Seppensen, Hanstedt, Brochdorf, Bispingen, Fredenbeck, Hammah, Lühe und Obermarschacht) gesteckt worden sind (es gibt noch die West-Staffel mit Mannschaften aus dem Nord-West-Bereich des Bezirks), bedeutet für uns Fahrten von bis zu 130 Kilometern einfache Fahrt. Zur Staffelsitzung musste ich nach Jork ins Alte Land fahren, während die Parallelstaffel alle Termine telefonisch oder per E-Mail absprechen konnte. Trotz der weiten Fahrten (mindestens 45 Minuten, meist über eine Stunde) finden erstaunlich viele Spiele freitags statt - dann halt etwas später am Tag, dadurch sind nicht so viele Wochenenden kaputt. Nur 1x spielen wir 2x an einem Tag - in der Vergangenheit habe ich da schlechte Erfahrung gemacht, weil wir erst den Staffelsieger geschlagen hatten aber bei der 2. Partie nach zwischenzeitlicher Fahrerei nicht mehr frisch genug waren, um einen eigentlich schwächeren Gegner zu schlagen.
Als Auftakt stellte sich am 16.09.16 der TuS Tarmstedt bei uns vor, der (trotz des Fehlens der Nr. 2) mit einem 8:2 gegen die Fredenbecker im Gepäck zu uns kam. In der gleichen Besetzung traten sie dann gegen uns (mit der TOP4) an. Interessant, dass alle Tarmstedter (1 Mädel an Nr. 1 und 3 Jungs) einen Noppenbelag hatten und zudem 2 Spieler mit Penholder-Griff spielten. Die Nr. 1 der Tarmstedter Herren spielt Penholder und war/ist ins Jugendtraining involviert - bis zu 7 Leute hatten sich den Stil abgeguckt. Am Ende der Partie hieß es für mich überraschend hoch 8:1 für uns! Die beiden Anfangsdoppel (wir spielen das 4er System W. Scheffler mit 2 Doppeln und 3 Einzelrunden - wer 8 Punkte hat, gewinnt, ein 7:7 ist möglich) Castens/Pawlowitz und Wuckert/Gimpel, das obere Paarkreuz Castens+Wuckert und Paul an Position 3 konnten ihre Spiele jeweils mit 3:0 problemlos gewinnen. Lukas Gimpel kam mit Penholder und Noppe seines Gegners nicht so gut zu Recht, musste nach einer 2:1 Satzführung in den Entscheidungssatz, wo er bis kurz vor Schluß ständig führte, dann aber in der entscheidenden Phase auch durch den unruhigen Dauelser Zähler (J.) unter Druck gesetzt wurde und leider mit 10:12 verlor. Beim Stande von 5:1 ging es schließlich in die 2. Einzelrunde, in der sich unsere Cracks etwas schwerer taten. Ole lag gegen Svea Bruns in jedem Satz mit 5:1 oder 5:2 zurück, konnte aber in 4 Sätzen gewinnen (Satz 2 weg). Julian verlor gegen Pautz den ersten Satz knapp, gewann aber ebenso die folgenden 3 Sätze. Paul tat sich gegen Kurig (den Bezwinger von Lukas) in den ersten beiden Sätzen auch schwer (12:10, 7:11), konnte dann aber die Sätze 3 und 4 deutlich gewinnen und für uns den 8:1 Endstand herstellen (Lukas führte da gegen Gerken schon mit 11:4 nach dem ersten Satz, hätte das Spiel wohl auch klar gewonnen). Da dieses Partie im Rahmen der Senioren-Kreismeisterschaften ausgetragen wurde, gab es für beide Teams nach Spielende noch reichlich zu Essen und zu Trinken in der Kantine (damit hatte ich die Tarmstedter auch zu diesem relativ frühen Termin gelockt:-). Wilhelm Schulze, der Tarmstedter Coach vergaß dann leider in der Kantine hinter der Sitzbank seine Tasche, so dass er nach der Ankunft in Tarmstedt noch mal umdrehen und wieder nach Dauelsen fahren musste....vermutlich hat er das nur gemacht, damit er noch nen Teller von der leckeren Suppe bekommen konnte
Tarmstedt hat zwischenzeitlich in Hammah mit 8:2 gewonnen und liegt auf Platz 3 der Tabelle mit 4:2 Zählern punktgleich mit dem Zweiten aus Bremervörde.
Zweiter Gegner war der MTV Bispingen, der am 23.09.16 zu uns in die Sachsenhainhalle kam (Spielbeginn: 19 Uhr) und sein Saisondebut gab. Während die Bispinger die Bestbesetzung aufbieten konnten, wollte ich eigentlich mit 5 Mann spielen....doch unsere Nr. 1 verschlief leider die Partie, wie sich am nächsten Tag bei den Jugendkreismeisterschaften in unserer Halle herausstellte. Egal, musste halt die Aufstiegsmannschaft zeigen, dass ich ihr zu Recht den Aufstieg in dieses Klasse zutraute....und das tat sie gegen einen gar nicht so schlechten Gegner, der schon in der letzten Saison in der Klasse spielte. Nach den Doppeln diesmal nur 1:1. Unser Spitzendoppel Wuckert/Gimpel unterlag in 4 Sätzen gegen das obere Paarkreuz von Bispingen (Lehmann/Nguyen) - vor allem Lehmann sorgte für viele Fragezeichen bei unseren Spielern und zog den nervös agierenden Nguyen mit. Pawlowitz/Delventhal bestätigten ihre guten Doppelleistungen der letzten Saison und gewannen souverän 3:0 gegen Steinhoff/Meyer.
Die Führung konnten wir in der Folge zu einem erfreulichen 4:1 ausbauen - vor allem der Sieg von Paul gegen den starken Lehmann (3:1) konnte sich sehen lassen. Julian hatte gegen den immer noch nervösen Nguyen leichtes Spiel (4,6,7) und Lukas Gimpel (der diesmal eigentlich nur für das Doppel vorgesehen war) zeigte sich gut erholt von der ärgerlichen Niederlage gegen Tarmstedt (3:0 gegen Meyer). Für den 2. Bispinger Punkt sorgte Steinhoff, der Lukas Delventhal mit 3:0 die erste Punktspielniederlage im Einzel seiner "Karriere" im Jugendbereich zufügte - nur im ersten Satz hatten wir Hoffnung auf einen Satzgewinn - 10:12). Auf 3:4 verkürzte Lehmann gegen Julian in einer spannenden Partie, die 11:9 im Entscheidungssatz endete - Julian mit leichter Nervenschwäche in den 3 knapp verlorenen Sätzen. Paul heute eindeutig der bessere Spieler im oberen Paarkreuz, denn auch gegen Nguyen konnte er relativ souverän gewinnen, wenn auch Nguyen in den Sätzen 2-4 endlich auftaute (+7, -6, +9, +9). Lukas Gimpel erwischte diesmal einen guten Tag, denn auch gegen Steinhoff blieb er im Gegensatz zum anderen Lukas siegreich...wenn auch knapp (3:2). Seinen ersten Erfolg in der Bezirksklasse konnte schließlich Lukas Delventhal mit 3:0 gegen Meyer feiern, so dass wir beim Stande von 7:3 schon ein Unentschieden sicher hatten. Den Siegpunkt hatte in der 3. Einzelrunde Lukas Gimpel überraschend gegen Lehmann auf dem Schläger, denn er führte in seiner stärksten Partie schon hoch gegen Lehmann im Entscheidungssatz. Gewonnen hatten wir schon, denn die Partie von Julian gegen Steinhoff ging 3:0 für uns aus. Am Ende entschieden Nuancen Lukas' Partie und er verlor mit 10:12 den Abschlußsatz aber wir gewannen mit 8:4 gegen gute Bispinger. Die Partie ließen beide Teams nach Spielende noch in der Kreismeisterschaftskantine (an dem Wochenende waren die Jugendlichen dran) mit "Leckereien" Revue passieren. Eine Tasche wurde diesmal nicht vergessen...
Bispingen zwischenzeitlich mit einem 8:1 gegen Brochdorf, einem der (Stand jetzt) schwächeren Teams der Klasse.
Dieses Wochenende nun ein Doppelspieltag für uns und im Vorfeld mit dem Risiko des Ferienbeginns. Zum ersten Auswärtsspiel fuhren wir am 30.09.16 zum SV Holm-Seppensen nach Buchholz in der Nordheide - gut eine Stunde Fahrt über die A1. Beide Teams mit den 4 Spielern mit den derzeit höchsten QTTR-Punkten der eigenen Meldelisten - wir also wieder mit der TOP4, zumal Lukas Delventhal ohnehin verhindert war. Holm-Seppensen (waren als einzige nicht auf der Staffelsitzung, alle Termine wurden für die Hinrunde auf Verdacht abgesprochen - gemeldet hat sich dann keiner mehr - nur mit diesem Team müssen alle auch noch die Rückrundentermine absprechen...) startete am 21.09.16 mit einem 8:1 im Nachbarschaftsderby gegen die Underdogs aus Hanstedt (kein Spieler hat einen QTTR-Wert von mindestens 1.000 Punkten...warum auch immer sie für diese Klasse gemeldet haben, vermutlich ist die dortige Kreisebene auch nicht so stark). Eine schöne neue Halle dort (die alte war zuvor abgebrannt), allerdings ist der Zugang zu den Tischen in der für TT zu 2/3 genutzten Halle (6 Tische in 2 Reihen hintereinander) etwas unglücklich gewesen - wer den Hallenboden in Richtung Umkleide/Ausgang/Toiletten verlassen wollte, musste immer an Tisch 1 vorbei zur Bandentür und das störte gewaltig. Die Gastgeber schienen mir auch etwas unvorbereitet auf die Spielklasse - wussten nicht, welches Spielsystem gespielt wird und als wir schon 7 Zähler hatten, wollte man uns schon zum Sieg gratulieren, obwohl man ja 8 Punkte braucht. Einen Hinweis auf Plastikbälle als Spielbälle (DHS - katastrophal, nur am knicksen) gab es im Vorfeld nicht, fiel mir beiläufig auf, als ich einen Ball zurückwerfen musste. Sind eigentlich auch im Jugendbereich ab Bezirksebene Zähltafeln vorgeschrieben? Nach den Doppeln (zählten die Spieler selber, wie gegen Tarmstedt und Bispingen auch) wollte ich auf Zähler mit Zähltafeln umstellen, weil sich ein spielender Zähler (die Nr. 2) der Gastgeber an Tisch 1 (den ich natürlich am besten/als einzigen gut verfolgen konnte) in einem Satz zu unseren Ungunsten (6:4 statt 7:3 für uns....Ole und Paul haben natürlich nix bemerkt, der gegnerische Coach und ich schon), weil er nicht jeden Punkt laut zählte, bzw. kaum verständlich zählte. Von der Nr. 3 der Gastgeber kam dann der merkwürdige Kommentar "das würde mich irritieren, wenn wir mit Zähltafeln spielen würden" und eine Abstimmung unter allen Spielern ergab nur einen Befürworter (Paul). Also zählten die Spieler weiter selber, ständig wurde nachgefragt, wie es stehen würde und querfliegende Bälle führten immer zu "Stop-Rufen" der ballholenden Spieler, nicht der gestörten Spieler. Wir als Coaches bekamen von Tisch 2+3 (den 3. Tisch nahmen wir hinzu - gefragt hat mich niemand, war mir aber auch zunächst egal, weil wir dann schneller fertig sein würden) an Spielständen nix mit - nur die ständigen Knicksereien der desolaten Plastikbälle, selbst die Spieler mussten ständig testen, ob die Dinger noch o.k. seien. Die an Tisch 2 stattfindende Partie zwischen Tauffenbach/Nr. 2 und Castens/Nr. 1 wurde gefühlt 100x unterbrochen, zumal die Partie nach 2:0 für Ole in den Entscheidungssatz ging, den ein sichtlich genervter Ole doch noch knapp mit 16:14 gegen einen nie aufgebenden Gegner Gegner gewinnen konnte. Die restlichen 6 der ersten 7 Partien (incl. Doppel - Aufstellung wie im Tarmstedt-Spiel) gingen deutlich an uns (nur Julian verlor einen Satz gegen die Nr. 1), so dass Julian mit einem Erfolg gegen die Holm-Seppenser Nr. 2 (der schon wieder) Tauffenbach schon früh den Sack hätte zumachen können. Auch Julian führte 2:0 gegen Tauffenbach, der sich aber wieder durch gute Offensivaktionen in das Spiel hineinkämpfte. Die Szene beim stande von 10:9 für Tauffenbach in Satz 3 ließ ich mir dann von Julian schildern, denn ich beobachtete währenddessen Tisch 1. Julian verlor mit 9:11, weil sein Gegner einen schnellen Aufschlag aus der Hand spielte, als Julian wohl noch nicht fertig oder nicht aufmerksam war (dachte, er hätte Aufschlag, weil der Ball so komisch rübergespielt wurde). Er wollte dann seinem Gegner sagen, dass er noch nicht fertig war, doch der stratzte schon quer durch das Punktspiel an Tisch 1 zum Spielblock und trug seinen Teilerfolg ein. Nun könnte man in Ruhe weiterspielen und sich durch ein 3:1 "rächen", doch manchmal brechen Vulkane halt aus und verbreiten Chaos. Das fand dann in Julians Spiel statt. Angesäuert und ständig mit sich und seinem Gegner hadernd verlor er schließlich auch die Sätze 4 und 5 (+8, -9) völlig überflüssig, feuerte seinen Schläger in den Vorhang und beschimpfte/beleidigte seinen Kontrahenten (dafür entschuldige ich mich hiermit nochmals!). Später wurde ich vom abholenden Vater der Nr. 2 noch angesprochen, ob ich der Trainer des Gegners sei, der seinen Tischtennisschläger nach seinem Sohn geworfen hätte....lachend konnte ich das klarstellen, hatte er sich aber auch gedacht...da hatte er wohl was von seinem Sohn falsch verstanden.... Paul schwächelte (heute an 3 spielend) etwas und so konnte die Nr. 3 der Gastgeber durch ein 3:1 noch auf 2:7 verkürzen. Lukas Gimpel hatte schon die Nr. 3 mit 3:0 bezwungen - unseren 8:2 Siegpunkt holte er nach ordentlicher Leistung mit 3:1 gegen Pattberg, der sich im Laufe der Partie erheblich steigerte (noch unsicher im Doppel und gegen Paul im ersten Einzel). Um 20 Uhr waren wir fertig und da es in der Halle nix zu Essen gab (muss ja freitags auch nicht oder sowieso), hielt ich auf der Rückfahrt noch bei Burger King in Sittensen. Gut gestärkt machten wir uns gegen 21:15 Uhr auf den restlichen Heimweg, wurden aber kurz vor der Abfahrt Stuckenborstel (nur 6 Kilometer vor der Abfahrt Posthausen) jäh gestoppt, da es in Folge eines Unfalls bei Posthausen einen Stau gab. Radio mit Verkehrsfunk hatten wir nicht gehört, da die Herrschaften ihre Musik vom Handy über mein Radio hören wollten, sonst wären wir wohl rechtzeitig vorher abgefahren, um dem seit kurz nach 21 Uhr entstandenen Stau zu entgehen. Um kurz vor 22 Uhr hieß es in den Verkehrsnachrichten, rechnen sie mit einer Stunde Verzögerung - die gab es dann auch mindestens und die Zeit wurde mit "Wer wird Millionär" oder mit Gesprächen mit LKW-Fahrern überbrückt. Irgendwann ging es dann doch langsam weiter und wir sind dann ab Stuckenborstel über Ottersberg zurück in die Heimat gefahren. Gegen 23:15 Uhr lieferte ich Lukas als ersten in Langwedel ab, dann die beiden Dauelser und gegen 23:45 Uhr schließlich Ole in Barme. Für mich war die Tour um 0:00 Uhr beendet. Muss ich auch nicht jedes Auswärtsspiel haben.
Heute dann unsere 4. Partie um 11 Uhr zu Hause gegen den MTV Jahn Obermarschacht (an der Elbe, Landkreis Harburg), dessen Team 130 Kilometer zu uns reisen musste. Die Gäste bislang mit einem 8:1 gegen Brochdorf. Kurios die Aufstellung, denn es spielten die Mahnke-Drillinge hinter Jürgens an der Spitze. Wenn die Mahnke-Familiy zu Beginn der Ferien in Urlaub geflogen wäre, hätte das Spiel wohl nicht stattgefunden
Als ich gegen 14 Uhr zu Hause ankam, begrüßte mich die Polizei. Einbruch durch die Kellertür, 2 Wohnungen durchwühlt - meine zum Glück nicht so richtig, weil die Arschlöcher wohl durch den Postboten oder so gestört worden sind....leider hat die Zeit in meiner Wohnung gereicht, um aus der Geldkassette, die wir bei den beiden Kreismeisterschaftswochenenden genutzt hatten (und die ich noch nicht weggeräumt hatte), unseren Gewinn von 170,-EUR zu stehlen...und auch meine letzten 20 Dollar, die ich nach dem USA-Urlaub noch auf einem Schreibtisch in Scheinen liegen hatte, sind verschwunden, sonst fehlt zum Glück nichts....ich könnte trotzdem kotzen!
Am 28.10.16 geht es für die Dauelser Jungs mit einem Auswärtsspiel in Hanstedt weiter und dann am 11.11.16 zu Hause gegen Brochdorf. Scheint so, als könnten wir dann mit 12:0 Zählern an der Spitze der Tabelle einsam unsere Kreise ziehen....mit 8:0 Punkten sieht das schon jetzt gut aus....vielleicht wird ja die Zeitung jetzt auch mal auf diese Klasse aufmerksam....