Nach der deutlichen 1:9 - Pleite zum Saisonauftakt waren wir alle gespannt auf unser erstes Heimspiel in der Kreisliga. Würden wir als Aufsteiger nun "in der Liga ankommen" oder blieben wir aussichtslos abgehängt? Zur Beantwortung dieser Frage, stellten sich unsere Sportfreunde aus Embsen in der Jahnschulturnhalle bei uns vor.
Wir traten in unserer Bestbesetzung an:
Behrens; Joost; Krüger; Eckelmann, J.O.; Koch und "Theo" Metzing.
Doppel: Joost/Krüger, Behrens/Eckelmann, Koch/Metzing
Der TSV Embsen bot folgendes Team auf:
Budelmann; Schmeelk, Sascha; Ditzfeld (nur Doppel); Strobel; Laue; Schmeelk, Jürgen; Apel.
Doppel: Budelmann/Laue, Schmeelk, S./Ditzfeld, Strobel/Apel
Start in den Doppeln:
An Tisch 1 heißt die Begegnung Joost/Krüger gegen Schmeelk, S./Ditzfeld.
Gerald und Lars starten wenig aussichtsreich gegen die Embsener Kombination, verlieren sie den ersten Satz doch recht klar mit 6:11. Aber ab dem Zweiten wendet sich das Blatt. Diese Wende war aber anscheinend sehr langwierig, denn Sascha und Jannik wehren sich erbittert, bis sie sich am Ende doch zu 15 geschlagen geben müssen. Dieser Durchgang brachte vielleicht psychologisch die Vorentscheidung, denn die beiden Folgesätze kann sich unser Einserdoppel ebenfalls holen. Nur am Rande konnte ich ein wenig verfolgen, wie Lars und Gerald die Bälle variabel und gut gesetzt haben und auf diese Weise ihre Gegner zu Fehlern zwangen.
Ergebnis 3:1 für Borstel und damit der erste Doppelerfolg unseres Teams in der laufenden Saison.
In der Mitte an Tisch 2 versuchen Ole und ich unser Glück gegen Dennis und Helmut. "Glück" war uns aber nur in dem Sinne beschert, dass auch wir ab und an die Tisch- oder Netzkante trafen. Ansonsten müssen wir neidlos anerkennen, dass unsere Kontrahenten deutlich besser ins Spiel kamen. Vor allem Dennis bereitete uns durch knallharte oder perfekt platzierte Topspins Kopfzerbrechen. Egal wie Ole oder ich auch aufschlugen die Antwort war in gefühlt 80 % der Fälle ein punktbringender Topspin von Dennis.

(Bis zu diesem Doppel dachte ich mal, dass ich ein ordentlicher "Aufschläger" im Doppel bin

, so kann man sich irren...) Die gesamte Partie über kriegen wir keinen Zugriff auf die Ballwechsel und so hieß es am Ende. 9:11, 7:11, 6:11.
Das Match der beiden "Dreier-Doppel" wurde dann wieder auf Augenhöhe bestritten. Michael K. und Theo kämpften sich gleich im ersten Satz ins Spiel und weil die beiden Gäste aus Embsen ebenfalls alles gaben, musste es zwangsläufig in die Verlängerung gehen. Hier hatte die Borsteler Paarung dann das Nachsehen mit 14:16. Als dann auch noch der zweite Satz mit 8:11 an die Michael S. und Norbert geht, sah es nicht besonders gut aus für unser "Doppelergebnis" an diesem Abend. Aber insgeheim haben wir alle ja noch auf den Willen von Michi K. und Theo gehofft, auch einen 0:2-Satzrückstand umzubiegen.
Gehofft - getan, oder wie sagt man?

Theo und Michi geben alles und drehen das Spiel, vor allem Michi kann durch viele gut gesetzte Topspins die Punkte vorbereiten oder gleich ergattern.

Punkt für Borstel - die Führung nach den Doppeln... (-14/-8/9/7/6)
Spielstand 2:1
Oberes PK - Klappe die Erste...
An Tisch 1 trifft Sascha auf Sascha und es wird die wenigsten von euch überraschen, wenn ich euch sage, dass Sascha definitiv gewinnt. Also kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, denke ich mir, und starte motiviert mit altbewährtem Material statt neuem "Rückhandbelag" in die Partie.
Zum ersten Mal treffe ich also auf Sascha Sch. und es wird ein wirklich enges Match, das letztendlich der glücklichere Sascha an diesem Abend gewinnt. Von Beginn an ist die Begegnung vollkommen offen. Keiner der beiden Spieler kann sich punktmäßig eindeutig absetzen und so schaukelt sich der Satz bis in die Verlängerung hoch und wird am Ende natürlich spannend. Durch alle erdenklichen Aufschlagvarianten aus meinem Repertoire schaffe ich es, den Satz 12:10 zu gewinnen. Über den zweiten Durchgang gibt es nichts neues zu berichten, das Spiel bleibt auf gleichem Niveau, nur dass ich insgesamt häufiger die Gelegenheit ergreife offensiv zu agieren. Zwar verschieße ich immer noch viele Bälle, weil Sascha die gut setzt, aber am Ende habe ich wieder mit 11:9 die Nase vorn.
Der Dritte verläuft dann aber vollkommen anders. Bei mir gelingt nichts und als ich deutlich mit 1:6 hinten liege hat mein Kopf den Satz schon weggegeben, ich spiele alle eigenen Aufschläge ohne Schnitt und versuche erst kurz vor Satzende zumindest wieder aggressiver zu returnieren, um nicht vollkommen den Rhythmus zu verlieren.
Das gelingt mir auch und der Vierte ist sofort wieder vollkommen offen. Ich erreiche einen 2-Punkte-Vorsprung, den ich bis zum Ende halte. Allerdings gab es einen Glücksball für mich, durch den ich den Satzgewinn wirklich schaffe. Ein von mir hart gegen die Netzkante geschlagener Ball springt tatsächlich noch auf die gegnerische Tischhälfte und so halte ich den Vorsprung. Zwei Matchbälle. Einen Seitoberschnittaufschlag feuert Sascha mir noch mit starker Vorhand um die Ohren, doch den folgenden Unterschnittaufschlag erkennt er nicht als solchen und somit gewinne ich zu neun. (10/9/-2/9)
Gerald beginnt offensiv gegen Dennis und kann sich gleich den ersten Satz gegen den laut TTR-Wert favorisierten Gast erkämpfen. Ab Satz zwei hat Dennis dann aber doch die Oberhand und wird der Favoritenrolle gerecht. Gerald hält mit allen Mitteln dagegen und kann nach zwei verlorenen Durchgängen, den vierten Satz wieder offener gestalten und hat durch ein paar etwas besser getroffene Bälle beinahe den Satzausgleich auf dem Schläger, doch letztendlich setzt Dennis sich in vier durch: (10/-5/-7/-9)
Spielstand 3:2
Mittleres PK
Ohne es selber gesehen zu haben, hat Lars in seiner typischen Manier Helmut spielerisch niedergerungen. Ein, zwei starke Tennisschläge konnte ich dann aber auch aus der Ferne bewundern. Einmal hatte ich sogar die "beidhändige" Rückhand erwartet, aber vielleicht packt Lars die ja in einem der kommenden Spiele aus. 11:6,11:8 und 11:9.
Oles Begegnung gegen Michael habe ich dann besser im Blick, weil mir die (zweifelhafte) Ehre zuteil wurde, ein Spiel zu zählen. Das war heute aber anscheinend kein gutes Omen. Der erste Satz verläuft nach einem klaren Rhythmus. Ole kann bei Aufschlag von Michael fast gar nicht punkten, umgekehrt gelingt dies Michael auch fast gar nicht, wenn Ole aufschlägt. Aufgrund dieser Tatsache ist alles vollkommen offen, doch deutet sich schon etwas an, das für meinen Mannschaftskollegen nichts gutes verheißt. Ole muss länger für eigene Punkte kämpfen, während der Gast nach Aufschlag schnell zum Punkterfolg gelangt. So ist es auch konsequent, dass der Embser den Ersten zu 9 für sich entscheidet. Der nächste Durchgang verläuft nach gleichem Schema, nur dass das Ergebnis auf 10:12 lautet. Nach 0:2 Rückstand ist irgendwie die Luft raus. Der Versuche aggressiver zu returnieren misslingt und so gerät Ole ins Hintertreffen und muss nach zu 3 verlorenem Satz, dem Gegner gratulieren.
Spielstand 4:3
Im unteren PK...
......trifft Michi erstmals auf Norbert und da ich leider nichts vom Spiel gesehen habe und nur vom „Hörensagen“ weiß, dass Michi vor allem im Entscheidungssatz taktisch gut und mit konsequenten Schlägen den Sieg eingefahren hat, bleibt mir nur meinem Mannschaftskollegen zu gratulieren. Klasse Leistung! (10/-6/5/-7/4)
… hat Theo in Jürgen heute seinen „Meister“ gefunden. Auch von dem Spiel kann ich kaum etwas berichten, aber ich vermute, dass Jürgen durch gut platzierte Bälle den Sieg letztlich für sich „einheimsen“ konnte. Theo konnte sich allerdings den Vierten klauen, so dass Hoffnung für das Rückspiel besteht. (-5/-9/7/-7)
Spielstand 5:4
In meinem zweiten Spiel treffe ich auf Dennis, der mir im Doppel viele Bälle um die Ohren geschossen hat und mit meinen Aufschlägen leider keine Probleme hatte. Also probierte ich es gleich zu Beginn des ersten Durchgangs mit Varianten, die ich im Doppel gar nicht spiele (n kann). Zu meiner Überraschung klappt es besser als erwartet und so manch ein Return von Dennis misslingt. In der Folge kann ich mir einen Vorsprung erarbeiten, den ich ins Ziel rette. 11:8
Im zweiten Satz wendet Dennis das Blatt, er kommt mit einigen gut gespielten Angriffsbällen und gewinnt vor allem auch die längeren Ballwechsel. 8:11 - Satzausgleich. Danach habe ich letztlich etwas mehr Glück in den Folgesätzen und entscheide die Partie in vier für mich. (8/-8/9/10)
Am Nebentisch spielt Gerald gegen Sascha und ich kann nur seine Feststellung nach dem Spiel wiedergeben, dass er in dem Match heute "chancenlos" war, Sascha hat zu gut angegriffen und Geralds Paradeschläge aus dem Spiel genommen. (-8/-7/-2)
Spielstand 6:5
Im mittleren Paarkreuz zähle ich zum zweiten Mal an diesem Abend. Dieses Mal das Spiel von Lars gegen Michael. Mein Zählen ist heute wenig erfolgreich, denn Lars kann nur den ersten Durchgang noch offen gestalten, doch ebenso wie Ole zuvor, werden ihm Michaels starke Aufschläge und die folgenden Topspins zum Verhängnis. So sicher Lars seine erste Begegnung gewonnen hatte so "chancenlos" blieb er in seiner Zweiten. Fazit Michael St. lag unserem mittleren PK am gestrigen Abend überhaupt nicht. (-9/-2/-6)
Ole vergeigt den ersten Satz gegen Helmut, weil er keinen Topspin auf die Platte bringt, klar zu 7. Ob Helmuts Mannschaftskollegen ihm einen Dienst erwiesen haben mit einem Satz wie "jetzt hast du ihn"? Ich denke eher nicht.

Denn ab diesem Zeitpunkt spielt Ole konsequent und sicher auf, lässt seinem Kontrahenten im Prinzip keine Zeit mehr zum Verschnaufen und spielt ganz souverän seinen Stiefel runter. So souverän, dass Helmut am Ende wohl chancenlos die Platte verlassen muss, weil Ole jetzt alles trifft.

Dies spiegelt sich klar im Endergebnis: 7:11, 11:6, 11:4, 11:2.
Spielstand 7:6
Unteres PK - zum Zweiten...
In den Partien Michael gegen Jürgen und Theo gegen Norbert fällt die Entscheidung des Abends.
Michael erkämpft sich den ersten Satz zu 9 gegen Jürgen, verliert den Zweiten zu 6 und scheint im Dritten dann sein Konzept gefunden zu haben, weil er zu 6 gewinnt. Mit 2:1 Satzführung geht es weiter.
Etwa zeitgleich zähle ich das Spiel von Theo gegen Norbert. Hier sieht die Sache ganz anders aus. Norbert gewinnt den ersten Durchgang deutlich zu 4 und im Zweiten bleibt er noch so weit sicherer in seinen Endschlägen, dass Theo auch hier das Nachsehen hat 10:12. 0:2 Satzrückstand.
In der Partie Michael gegen Jürgen wendet sich im vierten Satz wieder die Partie. Beinahe scheint es so, dass nur auf einer "Seite" stets der Satzgewinner steht. Jürgen holt sich den Durchgang zu 5 und gleicht aus nach Sätzen.
Theo hat nach dem noch knapp verlorenen Satz zuvor allmählich zu seiner Schlagsicherheit gefunden und bezwingt Norbert, der auf einmal auch viele Bälle verschießt, in den Sätzen drei und vier. Satzsausgleich.
Im Fünften geht Michael in Führung gegen Jürgen. Er wechselt die Seite mit einem Vorsprung. Hält diesen bis zum 8:6.
Theo kann ebenfalls im Entscheidungssatz mit Vorsprung die Seite wechseln, bis zum 7:5 sieht es gut aus für die Heimmannschaft.
Was dann passiert ist wohl "Tischtenniskrimi" zu nennen. Jürgen bleibt ruhig und dreht die Partie mit vier Punkten in Folge. 8:10 aus Michis Sicht. Ein guter Punkt bei eigenem Aufschlag verkürzt auf 9:10. Und dann... Dann... Ja, dann leider ein Fehlaufschlag der an der Platte vorbeisegelt.

Wer zu diesem Zeitpunkt nicht wach war, wurde dann von Michi geweckt.

Irgendwie bestand wohl das Bedürfnis alle noch einmal auszuwecken. @Michi - also ich war dann definitiv "wach"...
Ja, zu Theos Spiel. Was soll ich sagen? Ich habe ja gezählt und wie man zuvor sehen konnte, war ich wohl heute kein guter Glücksbringer. Ab dem Spielstand von 7:5 ging sprichwörtlich gar nix mehr. Norbert dreht das Match und steht am Ende mit 11:7 als Sieger dar.
Spielstand 7:8
Schlussdoppel
Lars und Gerald versuchen Dennis und Helmut die Stirn zu bieten, um doch noch ein Unentschieden rauszuholen. Wie Ole und ich zuvor, können die beiden den ersten Durchgang noch knapp gestalten, aber ab dem Zweiten ist die Sache gegessen. (-9/-5/-6) 0:3 und damit 7:9 Endstand. Gratulation an die Gäste aus Embsen.
Anschließend natürlich noch das übliche Palaver über diese Zelluloidkugeln, Beläge und zukünftige Herausforderungen bei einem gepflegten

. Nachdem auch in den Duschräumen irgendwie wieder Licht war, fuhren die Gäste sicher zufrieden nach Hause und wir? Wir haderten dann doch ein wenig mit der verpassten Chance. Wie viele Chancen hat man als der "kleine Aufsteiger" in der Kreisliga?
Das Fazit im Stammlokal "Akropolis" fiel dann aber wieder positiver aus. Wir waren heute "dran" und irgendwie fühlt es sich so an, dass wir doch in der Liga angekommen sind. Vorfreude auf die nächsten Spiele gepaart mit dem Willen weiter dazu zu lernen war der Tenor bei leckerem Essen und einem erneuten

!
Auf zum nächsten Spiel, dann bei unseren TT-Freunden in Daverden...